10.06.2008 | 18.30h | Ruhr-Universität | GB 02/60

Religion und Moderne

Vortrag von Dr. Falko Schmieder


Die Bewegung der Aufklärung, verstanden als Ausgang des Menschen aus selbstverschuldeter Unmündigkeit, war im Kern ein Unternehmen der Kritik kirchlicher Autoritäten und aller überkommenen theologischen Ideen. Die historische Realisierung der Vernunft sollte zur Aufhebung religiöser Vorstellungen führen. Innerhalb dieses Erwartungshorizontes wurden die Unterschiede zwischen den einzelnen Religionen zur Nebensache. Die Erfahrung der Dialektik der Aufklärung und vollends die des Wiedererstarkens der Religionen nötigen zu einer neuen Sicht auf das Verhältnis von Religion und Moderne. In diesem Sinne sollen in dem Vortrag zentrale Positionen der Religionskritik des 19. Jahrhunderts vergegenwärtigt werden.


Dr. Falko Schmieder, Studium der Kommunikations- und Politikwissenschaften, der Soziologie und Philosophie in Dresden und Berlin, Mitarbeiter im Zentrum für Literatur und Kulturforschung in Berlin. Veröffentlichung: "Ludwig Feuerbach und der Eingang der­ klassischen­ Fotografie.­ Zum Verhältnis von anthropologischem und Historischem Materialismus“ (Berlin – Wien 2004).