7.5.2014 | 18.00 | Ruhr-Universität Bochum | GBCF 04/611

"Frankfurter Schule" und Gesellschaftskritik Einführung in die Kritische Theorie

Oswald Balandis, Mischa Luy und Florian Hessel


Die "Frankfurter Schule" ist inzwischen in vielen Curricula angekommen. Dass die Namen Adorno, Horkheimer, Marcuse in vielen Seminaren und Vorlesungen genannt werden, gehört fast schon zum guten akademischen ’Ton’. Die Philosophie reiht sie unter die Klassiker dieser oder jener Tradition ein, die Medienwissenschaft entdeckt sie als weiteres kulturkritisches Instrument im postmodernen ’Werkzeugkasten’, die Soziologie lehrt sie als Skeptiker empirischer Forschung und Habermas’ "Theorie des kommunikativen Handelns" als ihre vernünftige ’Operationalisierung’.
Doch wie der akademische Betrieb diese ’theoretischen Ansätze’ einer weiteren ’Denkschule’ verdaut, verdeckt den unauflösbaren Zusammenhang in dem diese von Beginn an standen: Das Denken Adornos, Horkheimers, Marcuses und ihrer Kollegen am Institut für Sozialforschung war nie etwas anderes als Kritische Theorie, umfassende Kritik der modernen kapitalistischen Gesellschaft, ihrer Subjekte, ihrer Geschichte und ihrer Struktur.

In diesem Sinn will die Veranstaltung "’Frankfurter Schule’ und Gesellschaftskritik" des Instituts für Sozialtheorie im Rahmen der "Kritischen Einführungswoche" des FSR Sowi den Stachel der Kritischen Theorie wieder fühlbar machen und in die Perspektiven radikaler wissenschaftlicher Gesellschaftskritik einführen. Gemeinsam werden wir deren zentrale Grundlagen und Motive anhand eines einführenden Texts Adornos herausarbeiten und diskutieren. Texte werden zur Verfügung gestellt.

Kontakt: jourfixe.bochum(a)yahoo.com
http://www.sowi.rub.de/fsr/kritische-einfuehrung.html.de